Erinnerung ist Auftrag für die Gegenwart – und Verantwortung für die Zukunft.
Am 27. Januar, dem Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust, haben Dorstener Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit dem Bündnis Wir in Dorsten gegen Rechts an die Verbrechen der nationalsozialistischen Diktatur erinnert.
Rund 50 Teilnehmende beteiligten sich an einem Gedenkmarsch durch die Innenstadt. Der Weg führte vom Platz vor den Mercaden über mehrere Stationen in der Innenstadt bis zum Bahnhof Dorsten. An den einzelnen Stationen trugen Schülerinnen und Schüler selbst erarbeitete Texte vor – zum Teil in ihrer Muttersprache. Auch das Bündnis Wir in Dorsten gegen Rechts beteiligte sich mit einem Vortrag.
Beteiligt waren unter anderem Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Petrinum, die sich seit Wochen intensiv mit der Geschichte des Holocaust auseinandergesetzt hatten. Die Texte machten deutlich, wie sehr die Auseinandersetzung mit Verfolgung, Entrechtung und Ermordung von Jüdinnen und Juden sowie anderen Opfergruppen die Jugendlichen bewegt.
Unser Gedenkmarsch stand bewusst unter dem Eindruck der aktuellen politischen Entwicklungen in Deutschland und weltweit. Das Bündnis stellte fest, dass rechtsextreme Positionen immer lauter werden und historische Menschheitsverbrechen zunehmend relativiert und verharmlost werden. Umso wichtiger sei es, Erinnerung wachzuhalten und junge Menschen aktiv einzubeziehen. Und damit der wachsenden Spaltung der Gesellschaft etwas entgegen zu setzen.
Das gemeinsame Gedenken machte deutlich: Erinnerung ist Auftrag für die Gegenwart – und Verantwortung für die Zukunft.










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