Er ist einer der bekanntesten Schriftsteller Russlands und einer der mutigsten Kritiker Putins. Jetzt kommt Viktor Jerofejew nach Dorsten. Aus dem Berliner Exil bringt er sein neues Buch mit: „Die neue Barbarei“.
Seit Russland die Ukraine überfallen hat, lebt Jerofejew in Berlin. Er schweigt nicht. Er schreibt, und zwar so, dass es wehtut: mit Witz, mit Wucht und ohne Rücksicht auf die Mächtigen.
Sein neues Buch führt ins „Himmlische Moskau“, einen Ort zwischen Traum, Erinnerung und Farce. Dort wohnt Stalin neben Rilke, Zwetajewa neben Merkel. Puschkin und Tolstoi erscheinen als mythische Gestalten. Wer sich darauf einlässt, wird mitgerissen.

Jerofejew wurde 1947 in Moskau geboren. Sein Vater dolmetschte für Stalins Außenminister Molotow und war später Botschafter in Paris. Der Sohn wuchs also mitten im Machtapparat auf und wurde dennoch zu dessen Kritiker. Weltweit bekannt machte ihn 1989 der Roman „Die Moskauer Schönheit“. Er erhielt unter anderem den Nabokov-Preis, den Gogol-Preis und die französische Ehrenlegion.
Warum lädt ein Bündnis gegen Rechts zu einer Lesung ein? Weil Freiheit mit dem freien Wort beginnt. Jerofejew weiß, wie schnell sie verloren geht. Kommen Sie, hören Sie zu, reden Sie mit.
📅 Datum: 23. Oktober 2026
🕖 Uhrzeit: 19:00 Uhr – Einlass ab 18:30 Uhr
📍 Ort: Buchhandlung Thalia am Marktplatz
🎟️ Eintritt: 10 Euro

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