Acht aus Dorsten. 4.500 aus dem Ruhrgebiet. Und 300 Neonazis, die stundenlang warten mussten, bis man sie überhaupt laufen ließ.
Am 1. Mai 2026 fuhr eine Gruppe des Bündnisses zum Essener Hauptbahnhof – Plakate im Gepäck, Trillerpfeifen in der Hand. Was sie dort erwartete: ein massives Polizeiaufgebot, eine abgeriegelte Innenstadt und Tausende Menschen, die aus dem gesamten Ruhrgebiet angereist waren. Bündnisse, Parteien, engagierte Bürger*innen. Alle mit demselben Ziel. Den Aufmarsch der Faschisten lautstark begleiten.
„Die Heimat“ hatte 500 Anhänger angemeldet. Erschienen sind rund 300. Ihren Aufmarsch konnten sie erst nach stundenlanger Verspätung starten – weil die Gegendemonstration ihnen schlicht im Weg stand.
Die Polizei hielt die Gegenseite konsequent auf Abstand. Verteilt auf mehrere Aktionsplätze, aber überall präsent, überall laut. Die Stimmbänder wurden bis zur Heiserkeit strapaziert – für einen nazifreien Ruhrpott, gegen Faschismus, für das, was dieser Zusammenschluss von Anfang an verkörpert: Wir sind mehr.










Die Stimmung war gut. Und alle demonstrierten friedlich. Keine Auseinandersetzungen, keine Eskalation. Dazu viel Sonne. Und das Gefühl von Zusammenhalt.
Essen hat es wieder bewiesen: Wer den öffentlichen Raum für rechtsextreme Aufmärsche beansprucht, findet ihn besetzt. Von Menschen, die sich das nicht gefallen lassen.
Zufrieden – und ein wenig müde – ging es zurück nach Dorsten.

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